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Nano für Technik-Freaks
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Nanotechnologie für Dummies (Taschenbuch) Aus beruflicher Notwendigkeit suchte ich einführende Literatur zur Nanotechnolgie und kam eher zufällig an das Buch Nanotechnologie für Dummies". Ein guter Zufall, denn das Buch bietet eine ausführliche Einführung in das Thema. Positiv für die deutsche Fassung ist die Wahl der Übersetzer, die beide Physiker mit Tätigkeiten im Bereich der Nanotechnologie sind. Staubtrockenes Wissenschafts-Deutsch wird nicht geboten dafür ein an jeder Stelle gut lesbares Buch. Auch wenn klar ist, dass der Ausdruck Dummies" (deutsche Übersetzung: Dummkopf, Tölpel, Autocrashpuppe) ironisch gemeint ist, sollte schon angemerkt werden, dass das Buch sich durchaus an eine Zielgruppe mit einer gewissen technischen Vorbildung richtet - im Gegensatz zur Auffassung der Autoren. Nano bedeutet technisch ein Milliardenstel und die Nanotechnologie umfasst die Forschung, die technologische Entwicklung sowie die Herstellung und Anwendung von Strukturen im Bereich von 1 - 100 Nanometer (nm). Für jemanden wie mich, der seine Ausbildung in den 60ziger und 70ziger erlangte, ist es faszinierend zu sehen, wie es möglich ist auf der atomaren Ebene zu kontrollieren und zu manipulieren. Die Beschreibung der Werkzeuge der Nanotechnologie erfolgt ebenso ausführlich wie die Darstellung der Nanomaterialien (Fullerene, Nanoröhrchen, Quantenpunkte, usw.) in den Kapiteln 3 und 4. Die beschriebenen Anwendungen (Stichworte der Kapitel 5 - 11: Verbundstoffe, Computer, Photonik, Nanoelektronik, Energiegewinnung, Umweltschutz, Gesundheitsdiagnosen, medizinische Anwendungen) haben den Stand 2005 und vermitteln ein Basiswissen. Dieses Basiswissen veraltet ziemlich schnell, aber die Nennung von Forschungsinstituten und Firmen zu jeder Anwendung sowie eine Fülle von weitergehenden Hinweisen (insb. im Kap.16) macht es möglich, den aktuellen Forschungs- und Wissensstand im Internet zu recherchieren. Neben der Technologie beleuchtet dieses Buch auch ökonomische Aspekte. Oder anders ausgedrückt: wie erfolgreich sind die Nanotechnologie-Firmen? Viele der in diesem Buch genannten Firmen sind Aktiengesellschaften und deren Aktienkurse geben zu dieser Frage Auskunft. Zu kurz kommen oder gar nicht behandelt werden sozioökonomische Aspekte, Gefahrenpotentiale (z.B. durch neue Militärtechniken mit unabsehbaren Folgen) oder ethische Aspekte (u.a. Überschreitung der Grenze zwischen Technischem und Lebendigen in der Nanobiotechnolgie). Zu diesen Fragen meine Empfehlung: "Faszination Nanotechnogie", Uwe Hartmann, 1.Auflage 2006, München, S.119-133. Fazit: eine fundierte Einführung in die Nanotechnologie (für Nicht-Wissenschaftler), die aber kritische Fragen zu dieser Technologie nur ansatzweise und oberflächlich behandelt, deshalb keine Höchstpunktzahl in meiner Bewertung.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 21. November 2007 |